Die Antike ist und bleibt ein Fels in der Brandung der Moderne. Mag sie von ihr um- und überspült werden, abschleifen lässt sie sich nicht. Das humanistische Gymnasium ist so wenig totzukriegen wie die lateinische Sprache oder die griechische Literatur. Faszinierend an der Antike ist ihre Ferne und Nähe, ein abgeklärter Abstand und eine versteckte Gegenwärtigkeit (das Latein in unserer Sprache) zugleich. Das macht sie frei von den Parolen des Augenblicks – und für den Film, diesen Nimmersatt, so begehrlich. Denn er kann, was Historiker, Archäologen und Philologen mit grossem Fleiss und Scharfsinn zu rekonstruieren vermögen, ruck, zuck in lebende Bilder verwandeln. Seitdem assoziie ...