Gibt es in Davos eigentlich noch einen Pro-Amerikaner? Ich pflüge mich durch die Haupthalle des Kongresszentrums. Ein moldawischer Financier packt mich freundlich am Arm, stellt mir seine charmante Ehefrau vor und leitet bruchlos zu einer Begegnung mit dem zweitreichsten Mann von Russland über.
Dem Multimilliardär ist anzumerken, dass er sich im Ölgeschäft bewegt: ungesunde Haut, struppige Haare, gelbliche Pupillen, Augen wie Eidechsen, die sich bei meiner Ankunft zu Schlitzen verengen. Reagiert der Mann auf Bodenerschütterungen? Seine Bodyguards, fürchterlich bemannte Hugo-Boss-Anzüge, schliessen den Sicherheitskordon. Ich frage meinen Financier mit Blick auf den Russen: «Legal ode ...