Seit ich diese Kolumne schreibe, fragen mich Bekannte immer wieder halb besorgt, halb scherzend, ob ich am «Gourmand-Syndrom» (GS) leide. Offenbar muss man hierzulande einen Schaden haben, wenn man über Restaurants schreibt. Vor einigen Jahren haben zwei Schweizer Neuropsychologen erstmals dargelegt, wie ein Politjournalist nach einem Schlaganfall nur mehr ans Essen dachte und fortan lieber über Rösti oder Rehbraten an Sahnesauce sinnierte als über Bundesräte. Jeder Gastrokolumnist steht seither im Verdacht, GS-Patient zu sein und somit einen Sprung im rechten Vorderhirn zu haben (auch der weltbekannte amerikanische Food-Kritiker Jeffrey Steingarten macht sich im Folgeband zu seinem B ...