Niemand auf der Welt käme auf die Idee, einen Basistunnel durch den Gotthard zu bohren, wenn er in besserem Gestein einen weniger langen Basistunnel durch den Lötschberg treiben kann. Aber Schweizer Politik und Medien funktionieren wie alte Kartografen. Deshalb wird der Gotthard zweispurig ausgebaut und der Lötschberg nur einspurig.
Weil die Länge eines Tunnels und die Felsqualitäten politisch und medial nicht veränderbar sind, geht der Lötschbergtunnel Ende 2007 in Betrieb und der Gotthardtunnel – wenn wir Glück haben – sieben Jahre später. Oder halt noch etwas später.
Gleich irrational verhält sich die Schweiz, wenn es um die Verlagerung des alpenquerenden Güterverkehrs auf ...