Die Schweiz hat kein Problem mit Fremdenfeindlichkeit. Es gibt keine brennenden Vorstädte und Asylheime. Anders als in Frankreich werden hier nicht einfach Sonderzüge bestellt, um Unerwünschte über Nacht aus dem Land zu befördern. Der Vorwurf war dennoch schnell zur Hand nach der letzten Abstimmung. Sogar Schweizer Interpreten bedienten sich dieser Chiffre. Tatsache ist: Alle bedeutenden Volksinitiativen, die sich in der Geschichte mit dem Thema «Überfremdung» befassten, fielen hochkant durch, von James Schwarzenbachs bis Philipp Müllers Vorstoss, die Ausländerquote in der Schweiz auf 18 Prozent zu begrenzen. Warum wurde die Masseneinwanderungsinitiative angenommen? Weil h ...