Wer bei der Schweizerischen Post an der Front arbeitet, hat’s nicht besonders komfortabel. Ein Lohn von durchschnittlich brutto gut 60.000 Franken für Zusteller («Pöstler») oder 64.000 Franken für Logistiker ist nicht üppig. Der Druck auf Tempo, Optimierung, Leistung hingegen umso höher. Um die knapp getakteten Zeitpläne zu erfüllen, liegt kaum mehr ein Kundenschwatz drin. Der Sparhammer klopft den Post-Mitarbeitern ständig auf den Nacken. Die Schliessung von 170 Standorten in 155 Gemeinden bis 2028 sorgt auch nicht eben für gute Stimmung. Auf der Tour und am Schalter sind die Angestellten dem Frust des Publikums direkt ausgesetzt.
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