Ungefähr alle zehn Jahre tritt der Fall ein, dass bei Verfassungsänderungen die Stimmen der Kantone die Volksmehrheit Âstoppen. Reflexartig singt dann der Chor der schlechten Verlierer den Refrain von der Abschaffung des Ständemehrs, auch jetzt, nachdem nur zehn Kantone den umstrittenen ÂFamilienartikel akzeptiert haben. Das Lied ist zwar bekannt und langweilig, aber keineswegs ungefährlich. Der Druck auf die tradierte föderale Struktur der Eidgenossenschaft wird intensiver, von innen, doch vor allem von ÂausÂsen.
Zunächst ist zu registrieren, dass die heftigsten Attacken gegen das Ständemehr von SP-Leuten (zu nennen sind der Waadtländer Roger Nordmann, der Halbzürcher Andreas G ...