«Nimm das, du Scheisskerl, und steh nie mehr auf. (...) Ich hatte lange genug gewartet. Und ich traf ihn verdammt hart.» Das sind jene Auszüge aus Roy Keanes Autobiografie, die England dieser Tage mehr beschäftigen als die eben begonnene Fussballmeisterschaft. Denn mit diesen Sätzen hat der Kapitän von Manchester United zugegeben, dass er dem Norweger Alfie Haaland im April 2000 absichtlich das Knie zertrümmerte und ihn zum Fussballinvaliden machte. Als Rache für einen Kreuzbandriss, den er drei Jahre zuvor nach einem Foul des Norwegers erlitten hatte.
Endlich einmal einer, der die Wahrheit sagt, könnte man denken. Erleben wir doch wöchentlich, wie Spieler zur Selbstjustiz greifen ...