Auch Liebhaber kammermusikalischer Finessen werden zugeben: Grosse Quantitäten haben ihre eigenen Reize. Die Besetzung einer Berlioz-Partitur mag Essentialisten aus der Verehrergemeinde von, sagen wir: Beethovens späten Streichquartetten befremden. Sie werden dennoch einräumen müssen: Gewisse Effekte schafft nur die grosse Palette.
Konzentration ist ein, Fülle ein anderes Ideal. Um endlich auf den Wein zu kommen: Ich bin ja ein Liebhaber gemässigter Zonen und fein nuancierter Weine. Aber manchmal, muss ich zugeben, schenke ich mir auch gern ein Glas aus dem Vollen ein, und wenn’s ist, um mit einer alkoholreichen Fruchtbombe das Gefälle zu meiner, mag sein, etwas snobistisch ...