Kein anderer Bundesrat hat in den letzten Jahren seine Kollegen derart häufig, derart systematisch und derart perfid von hinten angegriffen und verunglimpft wie SP-Mann Moritz Leuenberger. Mal distanzierte er sich vom Nein der Gesamtregierung zur Post-Initiative, dann opponierte er öffentlich gegen eindeutig gefällte Sparbeschlüsse, bald kritisierte er nachträglich den Swisscom-Entscheid, den er selbst mit seiner Unterschrift vorbereitet hatte, dann bezichtigte er das Kollegium gar der Trunkenheit am Regierungspult («Da wäre gelegentlich eine Blutprobe fällig!»). Mal spielt er mit der Dissidenz, mal betreibt er sie – wenn er scheitert, gibt der Zürcher unter Applaus den Quengler. ...