Vier Jahre ist es her, seit der «Fall Seebach» landesweit für Schlagzeilen sorgte. Von der angeblichen «Massenvergewaltigung» eines 13-jährigen Mädchens blieb nach dem Urteilsspruch nicht viel übrig. Bloss zwei der dreizehn Täter mussten wegen des anfänglichen Verdachts der Vergewaltigung ins Gefängnis – alle anderen wurden freigesprochen oder mit einer Erziehungsverfügung belegt. Für die Polizisten Peter Rüegger, Zürcher Kripo-Chef, und Rolf Nägeli, Abteilung Kinderschutz, entwickelte sich die Geschichte zu einem Bumerang. Nach diversen Medienauftritten, in denen sie die «Täter» massiv vorverurteilt hatten, reichten die Anwälte der Jugendlichen Aufsichtsbeschwerden und ...