In Sorgenbarometern, Politikumfragen und anderen Stimmungsindikatoren rückt das Unbehagen über die steigenden Krankenkassenprämien in den Vordergrund. In den privaten Haushalten haben die Gesundheitsausgaben Mitte der 1990er Jahre rund 10 Prozent des Haushaltbudgets ausgemacht. Heute sind es im Durchschnitt etwa 15 Prozent. Gerade umgekehrt, von 14 auf 10 Prozent Anteil, entwickelten sich in dieser Zeit die Ausgaben für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke. Dass Gesundheitspflege viel teurer geworden ist als das mindestens so lebenswichtige Essen, spüren die normalen Leute besonders an den Krankenkassenprämien.
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