Zilla. Auf so ein Superlabel muss man erst kommen, dieser Vorname klingt so prägnant und programmatisch schrill, dass man gar nicht anders kann, als ein Ausrufezeichen dazuzudenken: Zilla!
Erste Frage also an Zilla Leutenegger: Wie sind Sie auf den Künstlernamen gekommen? «Das ist mein echter Name», antwortet sie.
Okay. Reden wir statt vom Persönlichen lieber von ihrer Kunst. «Der Mann im Mond» handelt von einer Frau im Mond. Von Zilla Leutenegger eben. In der Videozeichnung aus dem Jahr 2000 nimmt sie vor einem verschatteten Mondkrater, genüsslich pfeifend, auf den Zehenspitzen wippend, die typisch männliche, breitbeinige Pinkelhaltung ein, in weitem Glitzerbogen spritzt der Urin, ...