Die Volksseele kochte, als Bundesrätin Ruth Metzler-Arnold mit harter Hand zur Zinssenkung bei den Renten schritt. Die mädchenhafte Teflon-Ministerin, die bisher einen bruchlosen Karriereaufstieg hingelegt hatte, sah sich auf einmal heftigster Kritik ausgesetzt. Zieht man in den Zeitungen den Sommerlochfaktor vom Entrüstungskoeffizienten ab, bleibt eine Erkenntnis immerhin: Ruth Metzler zeigte Ecken und Kanten, musste Führungsqualität beweisen, geriet in den Strudel eines politischen Handgemenges, aus dem sie sich bisher mit Geschick und Erfolg herausgehalten hatte. Man wunderte sich, zumal man die Frau zuvor vor allem wegen ihres Modegeschmacks beurteilt hatte. Nun steht die Bundesrät ...