Die Review von Ry Cooders neustem Album geht an die Eingeweide des Rezensenten und wirft ihn in alte, nicht ganz ausgestandene Loyalitätsturbulenzen. Die Facts: Ry Cooder gilt seit Ende der sechziger Jahre als einer der besten Americana-Gitarristen, spielte als Session-Musiker bei Taj Mahal und Captain Beefheart und nahm ab 1970 auch Soloalben auf. Als Höhepunkt galt sein Album «Chicken Skin Music» (1975), das eine übergangslose Verschmelzung von amerikanischem Country sowie texanischen und mexikanischen Musikstilen darbot, eine Art grenzensprengende Reise nach Süden also. Symbolischer und realer Beweis: das Zusammenspiel des amerikanischen Steel-Gitarristen Cooder und des mexikanische ...