Ryszard Kapuscinski beobachtete 27 Revolutionen aus der Nähe, begab sich in zwölf Kriegen an die vorderste Front, wurde vier Mal zum Tode verurteilt. Ein Überlebenskünstler, fürwahr. Und ein brillanter Reporter: Die Schreibmaschine stets im Gepäck, verfolgte der Pole im Solde der nationalen Nachrichtenagentur mit ungerührtem Blick Aufstieg und Sturz der schlimmsten Gegenwartstyrannen von Idi Amin über den Schah von Persien bis Haile Selassie. Nun, nach fünf Jahrzehnten im Dienst und unzähligen Querungen der Kontinente Afrika, Asien, Südamerika, hat sich Kapus´ cin´ ski, dessen Körper die Malaria havarierte und dessen Herz nur dank sechs Bypässen noch schlägt, in den Pensionie ...