Der «König der Roma-Musik» ging nur fünf Jahre zur Schule. Danach hörte Saban Bajramovic den Strassenmusikern seiner Heimatstadt Nis zu und wurde selber einer. Mit neunzehn floh er aus der serbischen Armee in die Arme seiner Geliebten. Damit handelte er sich fünfeinhalb Jahre Knast auf der Gefängnisinsel Goli Otok ein. Bald war er Goalie der Gefängnismannschaft und spielte im Gefängnisorchester Armstrong, Sinatra und gar Coltrane. Nach seiner Entlassung sagte er, er habe 20 000 Bücher gelesen, die meisten davon im Gefängnis. Dieses, fügte er an, sei seine Universität gewesen, und wer nie gesessen habe, verstehe vom Leben nichts. 1964 nahm Bajramovic die erste Platte auf, es soll ...