Frankreich ringt mit den Folgen seiner politischen Wegwahl. Vor zwei Jahren beförderte es einen Sozialisten ins höchste Staatsamt, der ein normaler Präsident sein wollte. Das war eine klare Ablehnung des Bisherigen und eine Wette auf die Zukunft. Seither ist das Land noch tiefer in die Krise geraten.
François Hollande, der unbeliebteste Staatschef der Fünften Republik, hat sich zwar als Sozialdemokrat geoutet und einen populären «Macher» zum Premierminister berufen. Doch der politischen Reform-Blockade ist er damit nicht entronnen. Der Übernahmekampf um den Alstom-Konzern illustriert die missliche Lage.
Die drohende Pleite des TGV-Herstellers symbolisiert die Verfassung der zweit ...