Julian Assange, 43, der Märtyrer der Transparenz, der seit zwei Jahren im Exil auf zwanzig Quadratmetern in der Botschaft Ecuadors in London ausharrt, um einer Anklage wegen Vergewaltigung in Schweden – und dem langen Arm der US-Justiz wegen Geheimnisverrats – zu entgehen, ist eines der bekanntesten Gesichter der Gegenwart. Ein gutaussehender Mann, bleich, weisses Haar, Rebell für die richtige Sache, ein modernes Heiligenbildchen (bis auf die weniger gute Sache mit den beiden Frauen). Die Idee, einen Systembekämpfer zur Merchandising-Figur zu machen, hatten schon all die Wiederverwerter, die das mystische Che-Guevara-Porträt von Albert Korda aus dem Jahre 1960 auf Abermillionen von T ...