Es ist diese Mischung aus Mitleid und Hochmut. Wann immer von «Entwicklungshilfe» die Rede ist, macht sich eine latente Verachtung breit. Wenn in korrektem Amts- und Kirchendeutsch von «Entwicklungsländern» gesprochen wird, lässt man das Gegenüber spüren, dass es einen weiten Weg zur Vollkommenheit vor sich hat. Und ohne gütige Hilfe von aussen, von den bereits Vollkommenen, gibt es keine Entwicklung.
Weltweit einmalig dürfte nun das Bestreben von Micheline Calmy-Rey sein, unsere Entwicklungshelfer in den Rang eines Botschafters zu erheben. Die Aussenministerin möchte mit dieser Zusammenführung «die finanziellen und personellen Ressourcen des EDA gezielter einsetzen». Klingt gu ...