Die deutsche Sprache ist reich an Ausdrücken, die man in keine andere Sprache übersetzen kann. «Planungssicherheit» zum Beispiel oder «Bundeswehr-Attraktivitätssteigerungsgesetz» (kein Witz, das gibt es wirklich). Und dann sind da noch die vielen ÂEuphemismen wie «Arbeitnehmer» oder «GastÂarbeiter», die so alltäglich geworden sind, dass keinem auffällt, wie absurd sie sind. Gäste werden normalerweise bewirtet und bedient, nicht zum Arbeiten angehalten. Vor kurzem ist ein neuer Begriff dazugekommen, der sich an Vieldeutigkeit kaum überbieten lässt: «Willkommenskultur». Aber ebenso wie Körperpflege kann man auch Willkommenskultur erlernen. Die erste Übung ist ganz einfach ...