Julian Wasserfuhr war gerade mal achtzehn Jahre alt, als er 2006 seinen Erstling präsentierte. Er kam aus dem Nichts, einem kleinen Ort irgendwo bei Köln, und wir staunten nicht schlecht. Da tauchte ein Teenager-Trompeter (und sein etwas älterer Bruder Roman am Piano) mit einer Hommage an Chet Baker auf, als wär’ das nichts. Jazz ohne Wenn und Aber. Dabei sind solche Grussadressen immer ein Hochrisikoabenteuer. Mätzchen und sogenannt originelle «Aktualisierungen» lassen sich ja vermeiden, der nostalgische Schmus, die Pseudo-Ergriffenheit schon weniger, welche die Gemeinde im Gedenken an die dunkelste Ikone unter allen Untergehern des Jazz regelmässig befällt. Wasserfuhr suchte (un ...