Er sass in einer Hotelhalle beim Bahnhof Montparnasse in Paris und erzählte sichtlich erleichtert und mit makaber eingeschwärztem argentinischem Humor von einer schweren Krankheit, die er überstanden zu haben glaubte. 67 Jahre alt ist Juan José Saer geworden, Argentinier syrischer Herkunft, in der Flussstadt Santa Fe geboren, die in seinen Büchern eine grosse Rolle spielt. Jahrzehntelang lehrte er an der Universität von Rennes südamerikanische Literatur, daneben schrieb er eine imponierende Anzahl von Romanen, Erzählungen und literarischen Essays. Im spanischen und französischen Sprachraum gehörte er längst zu den bedeutendsten Autoren der Gegenwart – bei uns ist er nahezu unbek ...