Auf Mauro Ortelli wurde ich zuerst aufmerksam, wie man Weinmachern begegnet, wenn einen die in der Schweizer Gastronomie üblichen Multiplikatoren noch nicht ganz aufs Bier zurückgeworfen haben: in der Beiz, in den Lokalen meines heimischen Mendrisiotto. Sein «I Trii Pin» ist der Inbegriff eines blitzsauberen, im Tank vinifizierten, schlank-knackigen Merlot.
In Wahrheit ist eben das, der Verzicht auf die Holz-Vanille-Maske vor der Frucht, die Herausforderung. Ortellis «Trii Pin» ist eine Art Anti-Barrique-Manifest – nicht für ihn (er ist kein Prinzipienreiter), aber für die wachsende Zahl jener Liebhaber, die es nicht so mögen, wenn der Wein ihres täglichen Gebrauchs mit der Ho ...