Sie sind wie ein Sinnbild für die Lage der ÂRepublik Moldau: die Schachspieler vor der Kathedrale der Geburt des Herrn im Zentrum Chisinaus. Bedächtig wägen die beiden alten Männer ihre Optionen ab, bevor sie einen Zug machen. Passanten, Gruppen junger Leute bleiben Âstehen, schauen zu, während die zwei hier einen Springer, dort einen Bauern verÂrücken. Ausgang offen. So wie jeder Schachzug eine neue KonstelÂlation mit sich bringt, so Âändert sich mit jeder politischen Entscheidung, mit jedem Schritt in Richtung Ost oder West das Schicksal der Republik Moldau – die oft fälschlicherweise als «Moldawien» oder «Moldova» bezeichnet wird.
Welcher Zug schliesslich der entscheide ...