Wie bei Gottfried Keller ist im Roman von ÂJakob Bührer (1882–1975) die Mutter das Wichtigste. Sie sagt ihrem Sohn Konrad Sulzer, der sogar die Sekundarschule besuchen darf: «Wie du auch reden kannst.» Da denkt dieser voller Scham: «Reden, reden, reden kann ich, aber sonst nichts.» Sie aber, die Alleinerziehende, sorgt als Wäscherin an der Schaffhauser Webergasse für ihre drei Buben und flickt deren Hemden, dass sie wieder warm geben und ordentlich aussehen. Diese Mutter – hadert der autobiografische Romanheld Konrad Sulzer mit sich selber – «kann mehr als du, ist wertvoller als du».
Fast immer sind es bei Jakob Bührer die Frauen, die zupacken und die Lasten tragen. Sie ble ...