Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak sprach aus, was in der arabischen Welt als Glaubenssatz gilt: Die «jüdische Lobby» in den Verei-nigten Staaten habe erfolgreich eine internationale Friedenskonferenz zum Nahen Osten verhindert, wetterte Mubarak vorigen Herbst.
Die Reaktion von den Beschuldigten kam schnell und vehement. «Schock und Entrüstung» äusserte Abraham Foxman, Chef der jüdischen Bürgerrechtsgruppe Anti-Defamation League, in einer scharfen Replik an Mubarak. Gewiss wird die amerikanische Nahost-politik nicht nur von einer pro-israelischen Lobby in den Vereinigten Staaten beeinflusst. Sie widerspiegelt ebenso historisch gewachsene Bindungen zwischen dem jüdischen Staat ...