Am 2. Oktober lehnten die Kolumbianer in einer Volksabstimmung den Friedensvertrag zwischen Präsident Juan Manuel Santos und den Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia (Farc) ab. Umso grösser war die Überraschung, als fünf Tage später in Oslo der Friedensnobelpreis 2016 bekanntgegeben wurde: Santos soll ihn bekommen, für seine Hartnäckigkeit bei der Friedenssuche. Hat sich für den Präsidenten, der als leidenschaftlicher Pokerspieler bekannt ist, damit in letzter Sekunde das Blatt gewendet? Kann er das Abkommen (oder zumindest den Friedensprozess) doch noch retten?
Manches mag in diese Richtung deuten. Weltweit wurden Lobeshymnen auf Santos gedruckt, der sich vom «F ...