Nur wenige Wochen nachdem sie sich auf dem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) gemeldet hatte, stand Lena Blättler * wieder in einem Büro. Die junge Betriebsökonomin war nach dem Studium arbeitslos geworden. Doch schon kurze Zeit später trug sie dank dem RAV die Bezeichnung «Marketingleiterin». In der Glashandelsfirma Küfon wurde sie verantwortlich für den Produktekatalog, Messeauftritte und PR-Texte. Allerdings: Die Küfon war eine Scheinfirma – die «Kaufmännische Übungsfirma Ob- und Nidwalden» in Stans. Mit zehn anderen Stellenlosen musste Blättler so tun, als würde sie arbeiten.
«Manchmal bin ich fast wahnsinnig geworden, so sinnlos war das», sagt Blättler heut ...