Die Welt des Bergbuben Schellen-Ursli ist alles andere als eine Idylle. Ginge man heute so mit Kindern um, würde wohl das Jugendamt einschreiten. «Der Ursli hilft dem Vater recht / und dient ihm wie ein kleiner Knecht», lautet ein Vers von Selina Chönz, die die Geschichte geschrieben hat. Der kleine Uorsin, wie Ursli im rätoromanischen Original und auch im Film heisst, muss schon frühmorgens den Stall wischen, Kühe melken, dann für die Mutter Wasser holen, kochen und zu den Geissen schauen. Mit der Zipfelmütze, seinen weiten, aber kurzen Hosen, dem Jäckchen und den ÂNagelschuhen geht Ursli, ohne zu murren, Âseinen Pflichten nach – um sich dann frischfröhlich dem Spiel zu widme ...