Schicksalsmelodie auf singender Säge
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Schicksalsmelodie auf singender Säge
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Schicksalsmelodie auf singender Säge

Was treibt Menschen dazu, vors Mikrofon zu treten, um über ihre verwüstete Seelenlandschaft zu reden? Und wieso hängt das Publikum an deren Lippen, als gäbe es kein Morgen? Die Helden der Leidkultur werden gefeiert wie Sieger.
Erfolg erregt Aufsehen. Tennisstar Roger Federer wurde letztes Jahr nicht nur zum Sportler, sondern gleich auch noch zum Schweizer des Jahres erkoren. «Teamlife», die Erfolgsbibel von Eishockey-Nationalcoach Ralph Krueger, der über Jahre als Siegertyp schlechthin galt, ging fast 40000-mal über die Ladentische und schlug alle Verkaufsrekorde. Niemand war überrascht. Jeder ist neugierig auf die Rezepte der Sieger. Etwas irritierender ist, dass die Lebensbeichten von Verlierern genauso gefragt sind. «Grissini und Alpenbitter», das Buch der abgesägten Bundesrätin Ruth Metzler, wurde über Nacht zum Bestseller. Vom «Sturmflug» des glücklosen Swiss-Kapitäns André Dosé musste die zwe ...
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