Die helvetische Hysterie kondensiert sich im Satz, den die Nachrichtenagentur SDA fabriziert und verbreitet hat und den die meisten Zeitungen gerne und darum wortwörtlich nachgedruckt haben: «43,6 Prozent der 15- bis 24-jährigen Männer setzen ihrem Leben mit einer Waffe ein Ende - deutlich mehr als in jedem anderen europäischen Land.» Gemeint mit den «Männern» sind junge Schweizer und mit den «Waffen» Schusswaffen. Der Rest ist, versteht sich, Unsinn pur. Selbstverständlich bringt sich hierzulande nicht knapp die Hälfte der maskulinen Jugend um, sonst drohte das Aussterben. Doch wenn von Armeewaffen die Rede ist, schalten die schweizerischen Hirne auf Aus.
Hintergrund der landes ...