Eine Metapher dient dem Gedanken. Und nicht der Gedanke der Metapher. Das gilt auch für Nachrufe auf Personen, die es – selten genug – verdient haben, noch zu Lebzeiten gewürdigt zu werden. Um diesen abstrakten Einstieg mit Fleisch, Blut und Namen anzureichern: Martin Ebel, Literaturredaktor des Tages-Anzeigers, schreibt über «MS Ammanns letzte Fahrt». Nun ist es nicht so, dass der Zürcher Verleger Egon Ammann, auf den diese Überschrift gemünzt ist, kurz vor dem Ableben stünde. Der Anlass ist profaner, aber traurig genug: Sein Verlag, seit 29 Jahren Heimat des Schweizer Schriftstellers Thomas Hürlimann, ist am Ende.
Ebel machte den Knecht zum Meister, die Metapher zum Gedanke ...