Der Ruf nach restriktiven Waffengesetzen folgt jeder schweren Bluttat so sicher wie das Amen dem Gebet (sofern der Todesschütze kein Ausländer ist, wie ein aufmerksamer Blick-Leser bemerkte). So räumte etwa Res Strehle, Chefredaktor des Tages-Anzeigers, in einem Leitartikel zwar ein, dass man die Hintergründe des «Amoklaufs» von Daillon kaum kenne, «umso wichtiger» sei es, «politisch das Mög- liche vorzukehren». Dieser Logik folgend – Âergreifen wir die Gelegenheit, die Begründung legen wir uns später zurecht – fordert Strehle im Gleichklang mit den Linksparteien die Einführung eines nationalen Waffenregisters.
Nun könnte man dagegen einwenden, dass eben ein solches Regis ...