Über das Restaurant «Veranda» habe ich viel Abschreckendes gehört: Es befinde sich im verschnarchtesten Teil des Berner Univiertels, sei in einem ehemaligen Altersheim einquartiert; pünktlich um acht Uhr würden die Kerzen auf den Tischchen angezündet; man serviere nur BioÂweine; jedes zweite Wort im Raum sei «Projekt», geäussert von Mittelbauakademikern oder SP-Politikerinnen, die dort Stammgäste sind, und wenn mal eine hübsche Frau eintrete, tipple ihr garantiert noch ein doppelt so alter Professor aus irgendeiner geisteswissenschaftlichen Voliere nach. Zuletzt wurde mir noch von einem Risotto berichtet, der eine Konsistenz und einen Geschmack «wie Klärschlamm» habe.
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