Am 24. Juli 1961 wurde ETH-Professor Kurt Leibbrand auf dem Flughafen Frankfurt verhaftet. Der renommierte Verkehrsplaner war beschuldigt, im August 1944 als Kompaniechef der Wehrmacht in Südfrankreich die Erschiessung von 28 angeblich rebellierenden italienischen Hilfssoldaten befohlen zu haben. Die ahnungslosen vorgeblichen Meuterer wurden nachts auf eine kleine Waldwiese geschickt und dort von Maschinengewehren niedergestreckt. Das Gericht sprach Professor Leibbrand mangels Beweisen von Mord frei, einer Anklage wegen Totschlags entging er nur wegen Verjährung. Von der ETH wurde Leibbrand zwar beurlaubt, aber nicht entlassen – wie überhaupt 164 Jahre lang nie ei ...