Die Crew der «Sea-Watch 2» machte sich eben daran, Rettungswesten auf ein Beiboot zu verladen. Ein Übersetzer hatte sich bereits an Bord des Holzkahns begeben, der in Rufweite vor dem deutschen Rettungsschiffs im Meer trieb. Da tauchte plötzlich ein Schnellboot der libyschen Küstenwache auf, preschte haarscharf am Bug der «Sea-Watch 2» vorbei und kaperte den mit 300 afrikanischen Passagieren hoffnungslos überladenen Holzkahn. Vor den Augen der verdatterten Deutschen eskortierte die KüstenÂwache die Afrikaner zurück, woher sie gekommen waren: zum nur wenige Seemeilen entfernten Festland Libyens.
Profiteure und Verlierer
Die Szene spielte sich am letzten Freitag ab, und sie ist beze ...