Dass Politiker und Mitglieder von Initiativkomitees potenzielle Wählerinnen und Wähler sowie unschlüssige Stimmbürger mit gefälligen Sprüchen umschmeicheln, das gehört wohl zu den unvermeidlichen Spielregeln der Demokratie. Aber ist es wirklich nötig, als unbescholtener Zeitgenosse auf offener Strasse zum Küssen genötigt zu werden, nur weil ein Politaktivist dem Delirium eines akuten Wahlkampf- oder Abstimmungs-Fieberschubs verfallen ist? Der Berner SP-National- und Gemeinderat Alex Tschäppät küsste sich kürzlich beim Berner Bahnhof «durch den anbrandenden Passantenstrom» (Blick), um für ein Ja zu den Atominitiativen zu werben. In den nächsten drei Wochen sollen weitere Ant ...