Eine Tischreservation ist nicht nötig. Hier speist ohnehin nur, wer muss. Und die meisten tun es liegend. Die Aufgabe der Küchencrew besteht hauptsächlich darin, für Gäste zu kochen, denen der Appetit fehlt. Die Rede ist von der Spitalkost. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, sie zu testen. Ich ging davon aus, man müsse krank sein, um sie zu ertragen.
Das bin ich nun und Patient im Universitätsspital Zürich. Immer wieder fragen mich Ärzte, wie hoch ich auf einer Skala von eins bis zehn die eigenen Schmerzen einstufen würde. Ursprünglich fürchtete der Gastrokritiker in mir, auch die Spitalverpflegung nur mit der Schmerzskala bewerten zu können. Inzwischen will ich die hiesige K ...