Man könnte meinen, der Messelsee sei vom Gott der Paläontologen erschaffen worden, um den Urzeitforschern von heute die faszinierendsten Fossilien zu liefern. Denn der See war die perfekte Falle: ein kreisrundes, tiefes Loch mit so abschüssigen Rändern, dass Tiere leicht hineinstürzten, aber kaum wieder herauskamen. Und da das Wasser schon ab zwanzig Meter Tiefe fast keinen Sauerstoff mehr enthielt, sanken selbst ertrunkene Fliegen oder herabgefallene Blätter oft bis auf den Grund, ohne dass sie von gefrässigen Mäulern oder Mikroben behelligt wurden. Dort unten deckten herunterrieselnde Sedimente sie zu und konservierten sie bis zum heutigen Tag.
Natürlich schuf kein Gott den Messe ...