Mit der Musik ist’s wie mit allen kulturellen Manifestationen unserer späten globalen Zeiten. Wenn World Music einen kleinsten gemeinsamen Nenner meint oder ein grösstes gemeinsames Vielfaches (so viel ist mir von der Mathematik geblieben, meiner schulischen Achillesferse, in die sich im Maturazeugnis eine gnadenlose Drei bohrte), kann sie ein Graus sein wie Coke oder Big Mac (was ich mir beides, ich gesteh’s, auch mal einverleibe in einer schwachen, schnellen Stunde). Meint sie ein Interesse an vielem Auseinanderliegendem, das über den flüchtigen Reiz von exotischen Parfüms hinausgeht (den «Lady Butterfly»- oder «Mikado»-Effekt sozusagen), meint sie eine eingehende interkultu ...