Eine subventionierte Wohnung wird von jemandem belegt, der gar nicht im Ort angemeldet ist. Einem anderen wird nicht gekündigt, obwohl er die sowieso schon tiefe Miete nie bezahlt. Zwei Fälle, beide nicht neu, sondern gut zwanzig Jahre alt, geschildert vom Berner SP-Politiker Peter Vollmer. Der damalige Stadtparlamentarier wollte gegen den Missbrauch bei städtischen Wohnungen vorgehen. «Die Regierung beharrte darauf, dass die Vermietungspolitik ihre Sache sei», sagt Vollmer.
Unternommen wurde nichts. Noch vor drei Jahren behauptete der Chef der Liegenschaftenverwaltung, «weniger als zehn Prozent» der Mieter genügten den Kriterien für eine subventionierte Wohnung nicht. Doch dies ist ...