Die Doping-Geständnisse des Tour-de-France-Siegers von 1996, Bjarne Riis, und anderer Mitglieder des damaligen Team Telekom lassen auf ein Ende der seit Menschengedenken unter den Velorennfahrern herrschenden Omertà hoffen. Der Direktor der Tour de France, Christian Prudhomme, glaubt, erste Steine seien aus der Mauer des Schweigens herausgebrochen, und träumt von einem neuen Berliner Mauerfall. Es wird nicht passieren.
Wer sich die Fernsehübertragungen des in diesem Jahr besonders abwechslungsreichen Giro d’Italia anschaut, möchte an eine Katharsis im Radsport glauben. Man hat das Gefühl, die unter sich ausgeglichenen Spitzenfahrer, vom unverzagten Danilo Di Luca über den schweigsam ...