Gilad Atzmon, der seit 1994 in London im Exil lebt, ist zweifellos ein politischer Mensch. Seit er mit 19 aus dem Libanonkrieg zurückgekehrt war, machte er sich in seiner Heimat Israel mehr Feinde als irgendein anderer Künstler. Jazz, sagte der eminente Saxofonist vor Jahren, sei «eine erfindungsreiche Form von Widerstand. Für mich ist Jazz, gegen die BBS-Weltordnung zu kämpfen (Bush, Blair, Scharon).» Der vehemente Antizionist veröffentlichte auch Romane und ätzende Pamphlete, und sein Orient House Ensemble, mit welchem er seit acht Jahren die friedliche Koexistenz arabischer, israelischer und amerikanischer Kultur wenigstens musikalisch behauptet, verstand er ebenso als Instrument ...