Der bZ4X ist so etwas wie das Leitmodell der Elektroauto-Palette des japanischen Herstellers Toyota. Nach der Einführung im Jahr 2022 wurde das kompakte SUV mit dem unverkennbaren Design jetzt überarbeitet. Seit der Markteinführung hat sich der bZ4X als eines der fünf meistverkauften Modelle seiner Klasse in Europa etabliert. An der prägnanten Optik haben die Entwickler wohl auch deshalb nicht viel geändert, der Toyota bleibt ein Charakterkopf mit klaren, scharfen Linien, schön modellierter Seitenansicht und einer präsenten Front. Verbessert wurden kaum sichtbare, aber spürbare Details – etwa bei der Aerodynamik und in Bezug auf Vibrations- und Geräuschdämpfung, was für einen deutlich gesteigerten Fahrkomfort sorgt. Vor den Augen des Beobachters verborgen sind ebenfalls – abgesehen von Neuerungen im Innenraum – die Eingriffe bei Antriebseinheit und Energiespeicher. Das neue Modell soll in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen, die Preise sind noch nicht festgelegt.
Jeroen Peeters
Damit das auch gleich zu Beginn geklärt ist: Die Code-ähnliche Buchstaben- und Zahlenreihenfolge in der Bezeichnung des ersten batterieelektrischen Toyota-Modells (BEV) bedeutet nichts anderes als «beyond zero» beziehungsweise steht für das Ziel des emissionsfreien Fahrens. Die Ziffer «4» steht für den Bestseller RAV4 gleicher Grösse und das «X» schliesslich für die Bauform als kompaktes Crossover-SUV.
Zwei Batteriegrössen
Während sich also beim Namen und am optischen Auftritt nichts oder wenig geändert hat, sind die Toyota-Ingenieure vor allem in der Tiefe an die Arbeit gegangen: Die neue bZ4X-Modellreihe wird durch die Einführung von zwei Batterieoptionen erweitert. Das mittelgrosse SUV wird nun mit einer Batterie wahlweise mit 57,7 kWh oder 73,1 kWh Bruttokapazität angeboten, was mehr Auswahl für die Kundenbedürfnisse bedeutet. Eine grosse Batterie und entsprechend viel Reichweite ist nicht immer die beste Lösung. Fährt man überwiegend Kurz- und Mittelstrecken, ist vielfach die kleinere Batterie, die für den bZ4X mit Frontantrieb angeboten wird, ausreichend. Entsprechend niedrig fallen in diesem Fall auch die Verbrauchswerte aus, wobei aufgrund der noch laufenden Homologation keine detaillierten Zahlen bekannt sind.
Die grössere 73,1-kWh-Batterie ist sowohl für die Ausführung mit Frontantrieb als auch mit Allradantrieb lieferbar. Die maximale Reichweite gemäss WLTP-Fahrzyklus wird je nach Ausführung und Antriebssystem bis zu 573 km betragen. Damit ist der bZ4X auf der Höhe der Zeit und der Konkurrenz. Zudem wurden auch die kompakten, leichten und energieeffizienten e-Axles von Toyota optimiert. Sie sind jetzt mit Siliziumkarbid-Halbleitern (SIC) bestückt, die zu einer höheren Leistung beitragen. Der neue bZ4X ist in Europa – abgesehen von den GR-Sportmodellen – damit eines der leistungsstärksten Modelle von Toyota.
Der Toyota bleibt ein Charakterkopf mit klaren Linien und einer präsenten Front.
Durch Modifikationen an der Software ist der bZ4X jetzt ausserdem serienmässig mit einer Batterievorkonditionierung ausgestattet. Dadurch wird die optimale Temperatur für den Ladevorgang sichergestellt, was eine höhere Ladeleistung ermöglicht. Diese Funktion kann manuell oder automatisch über die Navigation zu einer Schnellladestation aktiviert werden. Dazu bietet Toyota das Programm «Battery Care» an, das im Zuge einer jährlichen Batteriezustandsprüfung eine erweiterte Batteriegarantie bis zu einem Fahrzeugalter von zehn Jahren beziehungsweise bis zu einer Laufleistung von einer Million Kilometern umfasst.
Toyota verfolgt zwar dezidiert eine «Multi-Path»-Strategie der technologischen Offenheit bei den Antriebssystemen. Nicht zuletzt mit dem bZ4X und weiteren Modellen (siehe Kasten) ist aber klar, dass die Japaner auch BEV beherrschen. Bis 2026 sind zehn neue Modelle geplant. Und mit der Feststoffbatterie arbeitet Toyota am nächsten Quantensprung in der Elektromobilität, der Reichweiten bis zu 1000 Kilometern ermöglichen soll.
Toyota bZ4X, erhältlich mit 57,7-kWh-Batterie und Frontantrieb mit 167 PS/123 kW, 73,1-kWh-Batterie und Frontantrieb mit 224 PS/165 kW oder 73,1-kWh-Batterie und Allradantrieb mit 343 PS (252 kW). .

