Polymorphe Quader strukturieren das Bild. Die Farben sind düster, und im Zentrum klafft ein unergründliches schwarzes Loch. «Das Tor zur Tiefe» steht am Anfang der letzten, von Todesahnung und Krankheit geprägten Schaffensphase Paul Klees. 1936, als er das Bild malte, war er 57 Jahre alt und für ein klassisches Alterswerk eigentlich noch zu jung. Ob er bereits damals wusste, dass er an einer progressiven Sklerodermie, einer heimtückischen und unheilbaren Erkrankung des Autoimmunsystems, litt, ist nicht bekannt. Doch muss er das qualvolle Leiden, das sich nur kurz nach seiner Emigration aus dem nationalsozialistischen Deutschland bemerkbar machte, als eine massive Existenzkrise erlebt ...