Buddhistische Mönche sollten nie zornig sein, auch nicht streitlustig, sondern immer freundlich. Buddhistische Mönche sollten also keinesfalls aufsässigen Nachbarinnen fast die Ohren abschneiden, in die Brust stechen, Lippen zerfetzen, Daumenmuskeln durchtrennen. Norbu Karma* tat all dies und ist deshalb kein Mönch mehr, sondern verbringt stattdessen drei Jahre im Gefängnis. Die Strafe hat er bereits vorzeitig angetreten.
Sein Kopf ist immer noch kahl geschoren. Von Kopf bis Fuss ist er schwarz gekleidet, in der Hand malträtiert er eine Basketballmütze. Einige seiner Landsleute sind ins Zürcher Obergericht gekommen. Der eine fingert unablässig an einer Gebetskette herum und knetet d ...