Es war, als wäre aller Glanz aus dem Haus gewichen. An der Premiere der «Entführung aus dem Serail» sass Intendant Alexander Pereira erstmals (ausser im September 2008, als er beim Gastspiel in Tokio war und an einer Ballettpremiere fehlte) nicht in seiner Loge. Dem Abend fehlte irgendwie das ChaÂrisma. Viele Plätze blieben leer – gut, es war Pfingsten! –, der Regisseur Adrian Marthaler lag mit einem Beinbruch, den er sich bei den Proben zugezogen hatte, im Universitätsspital, und Eva Mei quälte sich durch die Killerpartie der Konstanze, die sie erst am Tag vor der Generalprobe von Malin Hartelius übernommen hatte.
In Zürich stand alles unter keinem besonders guten Stern, währ ...