Schuldig im Namen wessen Volkes?
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Schuldig im Namen wessen Volkes?
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Glaubenskrieg

Schuldig im Namen wessen Volkes?

Der Glaube kann Berge versetzen – und erst recht in Erstaunen. Denn da Mel Gibson in seinem Film «The Passion of the Christ» die Juden als Mörder Jesu hinstellt, muss die Frage erlaubt sein: Welcher Teufel hat den Regisseur geritten? Er hätte es doch besser wissen können.
Der Vizepräsident des Jüdischen Weltkongresses ist besorgt: «Dass die Juden als blutrünstiger, höhnischer Mob dargestellt werden», sagt Lord Janner, «wird die Flammen des Antisemitismus neu entfachen.» Janner spricht vom Film «The Passion of the Christ». Regisseur Mel Gibson sagt: «Der Heilige Geist selber hat durch mich an diesem Film gearbeitet.» Auch Abertausende von Gläubigen, die Amerikas Kinosäle stürmten, haben die grausigen Szenen von Jesu Tod als spirituelle Erleuchtung erlebt: die tief ins Fleisch schneidenden Peitschenhiebe, das blutige Haupt unter der Dornenkrone, die durch die Hände ins Holz des Kreuzes geschlagenen Nägel und den gewaltigen Blutstrom, der am End ...
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