Das Sachwörterbuch der Literatur definiert Schund als «literarisch und moralisch minderwertiges und anstössiges Schrifttum, das durch ein entstelltes Weltbild die Leser schädigend beeinflusst und durch die Art des Stoffes und der Darstellungsweise die sexuellen, kriminellen und andere niedere Instinkte weckt». Bodo Kirchhoff nennt sein jüngstes Werk «Schundroman» und verspricht damit leider zu viel.
Jede einzelne der dreihundert Seiten ist sonntagsschultauglich, und geweckt wird lediglich der Leser, dem das Buch irgendwann aus der Hand fällt. Schundverdächtig am Kirchhoffschen «Schundroman» ist allenfalls das von einem amerikanischen Pulp-Magazin der vierziger Jahre geborgte Cove ...